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savme Gehaltsschutz im Test: Einkommensschutz bei Jobverlust und Krankheit

savme Gehaltsschutz soll die Einkommenslücke bei Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit schließen. Wir zeigen Leistungen, Kosten und typische Fallstricke im Kleingedruckten.

savme Gehaltsschutz ist eine Einkommensschutzversicherung, die den finanziellen Verlust bei Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit abfedern soll. Angeboten wird das Produkt vom Online-Anbieter savme, der als Risikoträger nach Angaben von Fachportalen mit der ProTect Versicherung AG (verbunden mit der Sparkassen-Finanzgruppe) sowie mit Gesellschaften der AXA-Gruppe zusammenarbeitet. Im Leistungsfall zahlt der Gehaltsschutz eine monatliche Zusatzleistung von bis zu 2.000 Euro für maximal 24 Monate, um die Lücke zwischen dem bisherigen Nettoeinkommen und staatlichen Leistungen wie dem Arbeitslosengeld I zu schließen. Das Produkt lässt sich als Einzelschutz nur für Arbeitslosigkeit, nur für Arbeitsunfähigkeit oder als Kombi-Variante abschließen. In diesem Test schauen wir uns an, wie savme aufgebaut ist, was die Absicherung kostet, wo die Grenzen im Kleingedruckten liegen und für wen sich ein solcher Schutz überhaupt lohnt.

Was ist savme?

savme ist ein auf Einkommens- und Gesundheitsschutz spezialisierter Online-Anbieter, der Versicherungsprodukte ausschließlich über die eigene Website vertreibt, ohne klassischen Maklervertrieb. Neben dem Gehaltsschutz führt savme laut eigenen Angaben weitere Produkte wie Pflegezusatzversicherungen (PflegeRente und PflegeStarter) sowie TotalProtect, eine Einmalleistung bei schweren Krankheiten. Der Gehaltsschutz selbst richtet sich an sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer in Vollzeit oder mit mindestens 15 Wochenstunden. Selbstständige, Beamte, Richter, Soldaten, Azubis sowie Probe- und Saisonarbeiter sind vom Abschluss ausgeschlossen. Der Antrag läuft komplett online über einen Bedarfsrechner, mit dem Interessenten ihre individuelle Einkommenslücke gegenüber dem gesetzlichen Arbeitslosengeld beziehungsweise gegenüber Krankengeld ermitteln können. Nach Angaben von Vergleichsportalen ist für den Gehaltsschutz keine Gesundheitsprüfung erforderlich, was den Zugang erleichtert, gleichzeitig aber auch mit engeren Leistungsvoraussetzungen im Schadensfall einhergeht, wie weiter unten beschrieben.

Konditionen und Kosten im Überblick

Der Beitrag richtet sich nach dem individuell abgesicherten Betrag, der wiederum vom Bruttogehalt abhängt. Nach Angaben von Vergleichsportalen und Fachanalysen (Stand: Anfang 2024) bewegten sich beispielhafte Monatsbeiträge für die Kombi-Absicherung aus Arbeitslosigkeits- und Arbeitsunfähigkeitsschutz zwischen rund 36 Euro bei einem Bruttogehalt von 2.500 Euro und rund 64 Euro bei 5.000 Euro brutto. Der reine Arbeitslosigkeitsschutz macht dabei den deutlich größeren Anteil der Kosten aus als der Arbeitsunfähigkeitsschutz. Diese Werte sind als Orientierung zu verstehen, da savme den konkreten Beitrag erst nach Eingabe der persönlichen Daten im Online-Rechner ausweist. Der genannte Beitrag soll die gesetzliche Versicherungssteuer von 19 Prozent bereits enthalten und ist wahlweise monatlich zahlbar. Der Vertrag läuft zunächst über zwölf Monate und verlängert sich automatisch, sofern er nicht spätestens drei Monate vor Ablauf des jeweiligen Versicherungsjahres gekündigt wird. Wer eine Teilabsicherung wählt, also nur einen Teil der Einkommenslücke versichert, kann den Beitrag entsprechend senken, verzichtet dafür aber auch auf einen Teil der möglichen Leistung im Schadensfall.

Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit: Leistungsvoraussetzungen und Wartezeiten

Ein zentraler Punkt bei savme sind die Wartezeiten und Leistungsvoraussetzungen, die sich zwischen den beiden Bausteinen deutlich unterscheiden. Bei Arbeitslosigkeit besteht laut Fachportalen ein Leistungsanspruch ab dem 61. Tag der Arbeitslosigkeit, wobei die Zahlung rückwirkend ab dem ersten Tag erfolgen soll. Voraussetzung ist allerdings eine betriebsbedingte Kündigung; bei befristeten Arbeitsverhältnissen, bereits absehbarer Vertragsbeendigung zum Zeitpunkt des Abschlusses oder laufenden arbeitsrechtlichen Streitigkeiten besteht kein Anspruch, ebenso wenig bei Pandemien, Epidemien oder kriegerischen Ereignissen. Beim Arbeitsunfähigkeitsschutz gilt eine Wartezeit von 90 Tagen nach Vertragsschluss, außer bei Unfällen; der Leistungsanspruch beginnt ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit. Wichtig: Sobald die zuletzt ausgeübte Tätigkeit dauerhaft nicht mehr ausgeübt werden kann, also faktisch eine Berufsunfähigkeit vorliegt, endet die Leistung aus dem Gehaltsschutz. Das Produkt ist damit eher als Überbrückungsschutz für einen begrenzten Zeitraum zu verstehen und kein Ersatz für eine klassische Berufsunfähigkeitsversicherung.

Vor- und Nachteile

Positiv fällt auf, dass savme mit dem Verzicht auf eine Gesundheitsprüfung einen niedrigschwelligen Einstieg ermöglicht und der Online-Abschluss inklusive Bedarfsrechner unkompliziert und transparent wirkt. Die Kombination aus Arbeitslosigkeits- und Arbeitsunfähigkeitsschutz deckt zwei der häufigsten Ursachen für Einkommensausfälle gleichzeitig ab, und die maximale Leistungshöhe von 2.000 Euro über bis zu 24 Monate kann in einer akuten Situation eine echte finanzielle Entlastung bedeuten. Auf der anderen Seite stehen einige spürbare Einschränkungen: Die Wartezeiten von bis zu 90 Tagen und der späte Leistungsbeginn ab Tag 43 beziehungsweise Tag 61 bedeuten, dass kurzfristige Ausfälle nicht abgedeckt sind. Der Arbeitslosigkeitsschutz greift zudem nur bei betriebsbedingter Kündigung, was Eigenkündigungen, Kündigungen in der Probezeit oder verhaltensbedingte Kündigungen ausschließt. Fachanalysen bemängeln außerdem, dass die Beiträge für den Arbeitslosigkeitsbaustein im Verhältnis zur begrenzten Leistungsdauer vergleichsweise hoch ausfallen können und der Arbeitsunfähigkeitsschutz beim Übergang in eine dauerhafte Erwerbsminderung endet, statt nahtlos in eine Rentenleistung überzugehen.

Für wen sich savme eignet

savme Gehaltsschutz eignet sich am ehesten für angestellte Arbeitnehmer, die vor allem eine zeitlich begrenzte Absicherung gegen kurzfristige Einkommensausfälle suchen, etwa als Ergänzung zu bestehenden Rücklagen, ohne gleich eine vollwertige Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen zu wollen oder zu können. Wer aus gesundheitlichen Gründen keine klassische BU-Police bekommt, findet im Gehaltsschutz eine Alternative ohne Gesundheitsfragen, muss sich aber der deutlich engeren Leistungsvoraussetzungen bewusst sein. Weniger geeignet ist das Produkt für Selbstständige, Beamte oder Teilzeitkräfte unter 15 Wochenstunden, da diese Gruppen gar nicht versicherbar sind. Auch wer vor allem einen langfristigen Schutz bei dauerhafter Berufsunfähigkeit sucht, ist mit einer klassischen BU-Versicherung besser bedient, da der savme-Schutz bei permanenter Erwerbsminderung endet. Sinnvoll ist eine genaue Prüfung der eigenen Situation über den Online-Rechner, bevor ein Abschluss erfolgt, da sich Kosten und Nutzen je nach Gehalt und Lebenssituation stark unterscheiden können.

Kundenservice und Sicherheit

savme bietet eine kostenfreie Telefonberatung unter 0800 7234 673 sowie ein Kontaktformular auf der Website an. Die technische Abwicklung, einschließlich Antragsprüfung und Vertragsverwaltung, erfolgt nach Angaben von Fachportalen über den IT-Dienstleister cresult GmbH im Hintergrund. Als Risikoträger fungieren etablierte, in Deutschland zugelassene und der BaFin-Aufsicht unterliegende Versicherungsunternehmen, was aus regulatorischer Sicht ein gewisses Maß an Sicherheit gibt. Der Online-Abschluss ohne Gesundheitsprüfung verkürzt den Antragsprozess, verschiebt die eigentliche Prüfung der Leistungsvoraussetzungen jedoch in den Schadensfall, was im Ernstfall zu Diskussionen über die genaue Erfüllung der Klauseln führen kann. Interessenten sollten die Versicherungsbedingungen daher vor Abschluss sorgfältig lesen, insbesondere die Definitionen von Arbeitsunfähigkeit und die Ausschlussgründe bei Arbeitslosigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Ab wann zahlt savme im Leistungsfall? Bei Arbeitsunfähigkeit beginnt die Leistung laut Fachportalen ab dem 43. Tag, bei Arbeitslosigkeit ab dem 61. Tag, wobei die Zahlung bei Arbeitslosigkeit rückwirkend ab dem ersten Tag erfolgen soll. Muss ich eine Gesundheitsprüfung durchlaufen? Nach aktuellem Stand der Vergleichsportale ist für den savme Gehaltsschutz keine Gesundheitsprüfung notwendig, was den Abschluss erleichtert, aber nicht bedeutet, dass jede gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit automatisch anerkannt wird. Kann ich savme jederzeit kündigen? Der Vertrag läuft zunächst zwölf Monate und verlängert sich automatisch; eine Kündigung ist jeweils mit einer Frist von drei Monaten zum Ende des Versicherungsjahres möglich, eine Kündigung mitten im laufenden Jahr ist demnach in der Regel nicht vorgesehen.

Fazit

savme Gehaltsschutz ist eine nachvollziehbar aufgebaute, digital abschließbare Einkommensabsicherung für den Fall von Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit, die vor allem durch den Verzicht auf eine Gesundheitsprüfung punktet. Wer die Wartezeiten, die Beschränkung auf betriebsbedingte Kündigungen und das Auslaufen der Leistung bei dauerhafter Erwerbsminderung akzeptiert, erhält eine sinnvolle Überbrückungslösung für einen begrenzten Zeitraum. Als vollwertigen Ersatz für eine klassische Berufsunfähigkeitsversicherung sollte man das Produkt jedoch nicht betrachten. Vor Abschluss lohnt sich ein genauer Blick in die Bedingungen und ein Vergleich der individuellen Beitragskalkulation über den Online-Rechner.

savme
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