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myPOS im Test: Kartenterminal und Geschäftskonto ohne Fixkosten

myPOS kombiniert Kartenterminals mit einem kostenlosen Geschäftskonto und sofortiger Gutschrift. Wir zeigen Kosten, Terminals und für wen sich das Angebot eignet.

Wer als Selbstständiger oder kleines Unternehmen Kartenzahlungen annehmen möchte, kommt an Anbietern wie myPOS kaum vorbei. Das Unternehmen bietet Kartenterminals in verschiedenen Preis- und Funktionsklassen an, dazu ein kostenloses Geschäftskonto samt Business-Debitkarte. Der Clou: Es gibt keine monatliche Grundgebühr, weder für das Terminal noch für das Konto. Bezahlt wird im Prinzip nur, wenn tatsächlich eine Transaktion stattfindet. In diesem Test schauen wir uns an, wie das Preismodell im Detail aussieht, welche Terminals myPOS im Programm hat, wie schnell Geld nach einer Kartenzahlung verfügbar ist und für welche Art von Betrieb sich die Lösung eignet – und wo es Stolperfallen gibt, etwa bei Auszahlungen auf das eigene Bankkonto.

Was ist myPOS?

myPOS ist ein europäischer Zahlungsdienstleister, der sich auf Kartenakzeptanz für kleine und mittlere Unternehmen spezialisiert hat. Das Unternehmen bietet mobile Kartenlesegeräte, stationäre POS-Terminals sowie Lösungen für den Online-Handel an. Ergänzend dazu gehört zu jedem Vertrag ein sogenanntes E-Geld-Konto, auf das eingehende Kartenzahlungen laufen, sowie eine kostenlose Business-Debitkarte von Visa oder Mastercard, mit der Guthaben direkt ausgegeben werden kann. Der Anbieter positioniert sich bewusst als Alternative zu klassischen Kartenterminal-Verträgen mit langen Laufzeiten und festen Monatsgebühren: Bei myPOS wird das Terminal einmalig gekauft, danach fallen laut Anbieter keine Fixkosten mehr an. Die Zielgruppe reicht von Marktständen und mobilen Dienstleistern über Einzelhandel bis zu Gastronomiebetrieben. Neben Deutschland ist myPOS in zahlreichen weiteren europäischen Ländern aktiv, das Konto läuft dabei stets über eine zentrale E-Geld-Lizenz und nicht über eine klassische Bank.

Konditionen und Kosten im Überblick

Das Grundprinzip von myPOS ist ein einmaliger Kauf des Terminals, danach laufen laut Anbieter keine monatlichen Grund- oder Mietgebühren für Konto oder Gerät. Die Terminals selbst kosten je nach Modell und Ausstattung unterschiedlich viel, von einfachen mobilen Kartenlesern im niedrigen zweistelligen Bereich bis zu vollausgestatteten Kassenterminals, die nach Angaben von Vergleichsportalen deutlich über 100 Euro kosten können. Bei den Transaktionsgebühren nennt myPOS einen unverbindlichen Richtwert von rund 1,75 Prozent pro Kartenzahlung, tatsächlich hängt die konkrete Höhe laut mehreren Testberichten von Faktoren wie Branche, Umsatzvolumen und Kartenart ab; für Maestro- und V-Pay-Zahlungen kommt teils eine zusätzliche Fixgebühr hinzu, was bei vielen Kleinbetragszahlungen ins Gewicht fallen kann. Für Auszahlungen vom myPOS-Konto auf ein externes Bankkonto wird eine Gebühr fällig, die Vergleichsportale mit einigen Euro pro Transfer beziffern. Wird ein Konto über einen längeren Zeitraum – Portale sprechen von rund zehn Monaten – nicht genutzt, kann zudem eine monatliche Inaktivitätsgebühr anfallen. Wer sich für myPOS entscheidet, sollte die genauen, aktuell gültigen Sätze vor Vertragsschluss direkt auf der Website des Anbieters prüfen, da sich Gebührenmodelle im Zahlungsverkehr regelmäßig ändern.

Terminals, Auszahlung und Liquidität

Ein zentrales Verkaufsargument von myPOS ist die Geschwindigkeit, mit der Geld nach einer Kartenzahlung verfügbar ist. Anders als bei vielen klassischen Anbietern, bei denen Umsätze erst nach ein bis zwei Werktagen auf dem Geschäftskonto landen, wird der Betrag bei myPOS nach Angaben des Unternehmens quasi sofort dem eigenen myPOS-Konto gutgeschrieben und kann direkt über die mitgelieferte Business-Karte ausgegeben werden. Das ist besonders für Betriebe mit knapper Liquidität interessant, etwa Marktbeschicker oder mobile Dienstleister, die auf schnellen Zugriff auf ihre Tageseinnahmen angewiesen sind. Die Produktpalette reicht von einfachen, per Bluetooth mit dem Smartphone verbundenen Kartenlesern über eigenständige mobile Terminals mit SIM-Karte bis zu stationären Kassenlösungen mit Bondrucker und größerem Display. Wer das Geld lieber auf dem eigenen Hausbankkonto sehen möchte, muss dafür eine gesonderte Auszahlung veranlassen und die dafür anfallende Gebühr einkalkulieren – das myPOS-Konto ersetzt in der Praxis also kein klassisches Geschäftskonto, sondern fungiert eher als Zwischenstation für Kartenumsätze.

Vor- und Nachteile

Der größte Vorteil von myPOS liegt im Preismodell: Ohne feste Vertragslaufzeit, ohne monatliche Grundgebühr für Konto oder Terminal zahlt man im Kern nur für tatsächlich genutzte Leistungen, was besonders für Betriebe mit unregelmäßigem oder saisonalem Umsatz attraktiv ist. Positiv fällt außerdem die nahezu sofortige Verfügbarkeit von Umsätzen auf dem Konto sowie die kostenlose Business-Debitkarte auf, mit der sich Guthaben direkt weiterverwenden lässt. Die große Auswahl an Terminals, von günstigen mobilen Lesegeräten bis zu vollwertigen Kassensystemen, macht das Angebot für unterschiedliche Betriebsgrößen interessant. Auf der Kritikseite stehen die Transaktionsgebühren, die laut mehreren Testberichten nicht immer bei dem beworbenen Richtwert liegen, sondern je nach Kartentyp und Geschäftsmodell höher ausfallen können, was insbesondere bei vielen kleinen Beträgen spürbar wird. Hinzu kommen Gebühren für Auszahlungen auf externe Bankkonten und eine mögliche Inaktivitätsgebühr, die bei sehr sporadischer Nutzung zu Buche schlagen kann. Da das Kernkonto ein E-Geld-Konto und keine klassische Bankverbindung ist, eignet es sich eher als Ergänzung denn als vollwertiger Ersatz für ein Geschäftskonto bei einer Bank.

Für wen sich myPOS eignet

myPOS richtet sich in erster Linie an Selbstständige, Kleinunternehmen, Marktstände, mobile Dienstleister und kleinere Einzelhändler, die unkompliziert und ohne langfristige Vertragsbindung Kartenzahlungen annehmen möchten. Besonders geeignet ist das Angebot für Betriebe mit schwankendem oder saisonalem Umsatz, da keine Fixkosten anfallen, wenn gerade wenig oder nichts verkauft wird. Auch wer Wert auf schnellen Zugriff auf Tageseinnahmen legt, etwa um Wareneinkäufe direkt zu bezahlen, profitiert von der zügigen Gutschrift. Weniger geeignet ist myPOS für Unternehmen, die ein vollwertiges Geschäftskonto mit umfassenden Banking-Funktionen, Überweisungsverkehr und Kreditlinien suchen – hier bleibt eine klassische Bankverbindung meist notwendig. Auch bei sehr hohem Volumen an Kleinbetragszahlungen lohnt sich ein genauer Blick auf die tatsächlichen Transaktionskosten, da diese je nach Kartenmix stärker schwanken können als der beworbene Richtwert vermuten lässt.

Kundenservice und Sicherheit

myPOS agiert als lizenzierter Zahlungsdienstleister mit E-Geld-Lizenz und unterliegt damit europäischer Finanzaufsicht, Kundengelder werden dabei getrennt von den Betriebsmitteln des Unternehmens verwahrt. Die Terminals unterstützen die gängigen Sicherheitsstandards für Kartenzahlungen inklusive PIN-Eingabe und kontaktloser Zahlung. Support wird laut Anbieter mehrsprachig über Telefon, E-Mail und ein Online-Hilfecenter angeboten, in mehreren Testberichten wird die Erreichbarkeit als solide, aber nicht immer besonders schnell beschrieben. Für die Kontoverwaltung und Transaktionsübersicht stellt myPOS eine App sowie ein Web-Portal bereit, über das sich Umsätze, Auszahlungen und Kartendetails einsehen lassen.

Häufig gestellte Fragen

Fallen bei myPOS monatliche Grundgebühren an? Nach Angaben des Anbieters nicht – weder für das Geschäftskonto noch für die Business-Karte gibt es eine laufende Servicegebühr, bezahlt wird im Kern nur für das Terminal einmalig sowie für abgeschlossene Transaktionen. Wie schnell ist Geld nach einer Kartenzahlung verfügbar? myPOS wirbt mit einer nahezu sofortigen Gutschrift auf dem myPOS-Konto, von dort lässt sich das Guthaben direkt mit der Business-Karte ausgeben; eine Auszahlung auf ein externes Bankkonto dauert länger und ist mit einer separaten Gebühr verbunden. Brauche ich zusätzlich ein klassisches Geschäftskonto bei einer Bank? In den meisten Fällen ja, da das myPOS-Konto als E-Geld-Konto primär für die Abwicklung von Kartenumsätzen gedacht ist und keinen vollständigen Ersatz für Überweisungsverkehr, Kredite oder andere klassische Bankdienstleistungen bietet.

Fazit

myPOS überzeugt mit einem unkomplizierten, weitgehend fixkostenfreien Modell für die Kartenzahlungsannahme und einer bemerkenswert schnellen Gutschrift von Umsätzen. Für kleine Betriebe mit schwankendem Geschäft ist das eine reale Erleichterung gegenüber klassischen Terminalverträgen mit Mindestlaufzeit. Wer allerdings viele Kleinbetragszahlungen abwickelt oder häufig Geld auf ein externes Konto überweisen muss, sollte die tatsächlichen Gebühren im eigenen Anwendungsfall genau nachrechnen, bevor er sich festlegt.

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